Toshiba betreibt mit dem Portégé Z20t-C in erster Linie Modellpflege: Die C-Modelle sind mit Skylake Prozessoren bestückt und bringen einen Type-C-USB-Steckplatz (USB 3.1 Gen 1) mit. Trotz einem Preis jenseits von etwa 2.000 Euro ist das Gerät nicht frei von Schwächen.

Toshiba bringt mit dem Portégé Z20t-C ein 12,5-Zoll-Detachable auf den Markt. Das Gerät ist uns nicht unbekannt. Bereits im vergangenen Jahr haben wir den baugleichen Broadwell Vorgänger Z20t-B getestet. Unser aktuelles Testgerät ist mit einem Core-M-Prozessor der Skylake Generation ausgestattet. Zu den Konkurrenten des Portégé zählen Geräte wie das HP Elite x2 1012 G1, das Samsung Galaxy Tab Pro S W700N, das Lenovo IdeaPad Miix 700, das Acer Aspire Switch Alpha 12, das Microsoft Surface Pro 4.

Da das Z20t-B und das Z20t-C baugleich sind, gehen wir nicht weiter auf das Gehäuse, die Ausstattung, die Eingabegeräte und die Lautsprecher ein - außer es bestehen Unterschiede. Entsprechende Informationen können dem Testbericht des Portégé Z20t-B entnommen werden.
Neuerungen/Änderungen gegenüber dem Portégé Z20t-B hat das neue Modell kaum zu bieten. Der Micro-USB-Steckplatz des Z20t-B ist einem Type-C-USB-Anschluss (USB 3.1 Gen 1) gewichen. Zudem liegen dem Z20t-C nicht mehr zwei Eingabestifte bei. Es ist nur noch ein kompakter Stift vorhanden, der im Tablet-Element versenkt werden kann. Die WLAN-Geschwindigkeit bleibt leider etwas hinter den theoretischen Möglichkeiten des verbauten WLAN-Chips zurück.
Das Portégé bringt ein mattes 12,5-Zoll-Touchscreendisplay mit, das mit einer nativen Auflösung von 1.920 x 1.080 Bildpunkten arbeitet. Die Helligkeit des Bildschirms (329,8 cd/m²) geht in Ordnung; hier haben einige Konkurrenten aber mehr zu bieten. Nicht zu gefallen weiß der geringe Kontrast (562:1). Gemessen am Preisniveau des Rechners ist ein Wert jenseits von 1000:1 zu erwarten. Positiv: Der Bildschirm zeigt zu keiner Zeit PWM-Flimmern. Akku Asus X75V .
Im Auslieferungszustand zeigt der Bildschirm eine DeltaE-2000-Farbabweichung von 8,28. Der Wert fällt für ein Gerät dieser Preisklasse zu hoch aus. Anzustreben wäre ein Wert kleiner 3. Auch die Darstellung der Graustufen ist verbesserungswürdig. Eine Abweichung vom Soll ist klar zu sehen. Unter einem Blaustich leider das Display nicht. 
Toshiba stattet das Portégé mit einem blickwinkelstabilen IPS-Bildschirm aus. Somit ist der Bildschirm aus jeder Position heraus ablesbar. Das Gerät kann im Freien genutzt werden. Hier macht sich die matte Oberfläche des Displays bezahlt. 
Toshiba hat mit dem Portégé Z20t-C ein 12,5-Zoll-Detachable im Sortiment, das sich primär an Business-Kunden richtet. Es bietet genügend Rechenleistung für Anwendungen aus den Bereichen Office und Internet. Zum Testzeitpunkt ist unser Testgerät bereits ab 1.800 Euro zu haben. Andere Ausstattungsvarianten sind verfügbar. Für das aktuell günstigste Modell müssen etwa 1.000 Euro auf den Tisch gelegt werden.

Das Portégé wird von einem Core m7-6Y75 (Skylake) Zweikernprozessor angetrieben. Die geringe TDP (4,5 Watt) der CPU erlaubt eine passive Kühlung. Der Prozessor arbeitet mit einer Basisgeschwindigkeit von 1,2 GHz. Mittels Turbo kann die Geschwindigkeit auf 2,9 GHz (zwei Kerne) bzw. 3,1 GHz (ein Kern) beschleunigt werden. Diese Geschwindigkeiten werden in den von uns durchgeführten CPU-Tests nicht erreicht. Die Single-Thread-Tests werden mit 2,3 bis 2,4 GHz durchlaufen, Multi-Thread-Tests mit 1,6 bis 1,7 GHz. Die von uns gemessenen Geschwindigkeiten werden dauerhaft gehalten. Auch nach dem siebten Durchlauf haben sich die Test-Resultate nicht geändert. Akku für Asus A32-K93 .

Alles in allem bleibt die CPU deutlich hinter ihren Möglichkeiten zurück. Daher lohnt sich der Aufpreis für den Core-M7-Prozessor nicht. Wer zu einem Core-M5- bzw. einem Core-M3-Modell greift, spart viel Geld, ohne auf viel Rechenleistung verzichten zu müssen.
Das System läuft rund und flüssig. Problemen sind wir nicht begegnet. Auch die Resultate in den PC Mark Benchmarks fallen gut aus. Das Portégé schneidet besser ab als die Konkurrenten. Dies ist auf zwei Gründe zurückzuführen: Zum einen ist das Toshiba Detachable mit einer sehr schnellen SSD bestückt und zum anderen verfügt es über die geringste Desktop-Auflösung. Die Gesamtleistung des Geräts kann nicht gesteigert werden. Toshiba hat bereits alles ausgereizt.
Toshiba stattet das Portégé mit einer Solid State Disk der Firma Samsung aus. Es handelt sich hierbei um ein M.2-Modell, das eine Gesamtkapazität von 512 GB bietet. Davon sind etwa 430 GB nutzbar. Die Transferraten der SSD fallen gut aus.
Für die Grafikausgabe ist Intels HD Graphics 515 GPU zuständig. Sie unterstützt DirectX 12 und arbeitet mit Geschwindigkeiten von bis zu 1.000 MHz. Die Resultate in den 3D Mark Benchmarks bleiben etwas hinter den Möglichkeiten des Grafikkerns zurück. Das sieht bei den Konkurrenten nicht anders aus. Die besten Ergebnisse liefert nach wie vor das Core-m3-Modell des Surface Pro 4. Der Arbeitsspeicher des Portégé arbeitet im Dual-Channel-Modus. Dadurch wird der Grafikkern besser ausgereizt und liefert in der Folge mehr Leistung als bei der Nutzung von Arbeitsspeicher, der im Single-Channel-Modus läuft.
Die Hardwareausstattung des Detachable ist in der Lage, ein paar Spiele flüssig auf den Bildschirm zu bringen - bei geringer Auflösung und niedrigen Qualitätseinstellungen. Hiermit sind primär Titel gemeint, die keine übermäßigen Anforderungen an die Hardware stellen. Ein Spiel wie Rise of the Tomb Raider ist nicht spielbar. Akku Asus X75A .
Unseren Stresstest (Prime95 und Furmark laufen für mindestens eine Stunde) durchläuft das Portégé im Netz- und im Akkubetrieb auf die gleichen Weisen. Die CPU arbeitet zu Beginn des Stresstests mit 600 bis 700 MHz. Die Geschwindigkeit sinkt im weiteren Verlauf auf 500 MHz. Beim Grafikkern sieht es genauso aus. Hier sinkt die Geschwindigkeit von anfänglich 400 MHz auf 350 MHz. Trotz der niedrigen Geschwindigkeiten steigen die Temperaturen an mehreren Gehäuse-Messpunkten auf Werte oberhalb von 40 Grad Celsius.
Im Leerlauf registrieren wir eine maximale Leistungsaufnahme von 8,9 Watt - ein akzeptabler Wert. Zu Beginn des Stresstests liegt der Bedarf bei 18,6 Watt. Im weiteren Verlauf des Tests sinkt die Leistungsaufnahme minimal auf 18,2 Watt. Die Nennleistung des Netzteils beträgt 45 Watt.
Mit unserem praxisnahen WLAN-Test simulieren wir die Auslastung beim Aufruf von Webseiten. Das Profil "Ausbalanciert" ist aktiv, die Energiesparfunktionen sind deaktiviert, und die Displayhelligkeit wird auf etwa 150 cd/m² geregelt. Das Portégé erreicht eine Laufzeit von 13:24 h - ein hervorragender Wert.
Toshiba liefert mit dem Portégé Z20t-C ein Detachable im 12,5-Zoll-Format. Der verbaute Skylake Prozessor bietet genügend Rechenleistung für Anwendungen aus den Bereichen Office und Internet. Der Rechner arbeitet lautlos und erwärmt sich im Alltagsbetrieb kaum. Eine schnelle Solid State Disk sorgt für ein flink laufendes System. Dazu gesellt sich eine gute Tastatur, die auch Vielschreiber zufrieden stellen sollte. An Ausdauer mangelt es dem Detachable nicht. Die zwei Akkus bringen das Gerät problemlos durch den Arbeitstag.

Der matte Touchscreen kann nicht auf ganzer Linie überzeugen. Positiv zu vermerken sind neben der matten Oberfläche die Blickwinkelstabilität und die Helligkeit. Allerdings fällt der Kontrast gemessen am Preisniveau viel zu gering aus. Darüber hinaus bieten Konkurrenten wie das Surface Pro 4 und das Lenovo Ideapad Miix 700 eine deutlich bessere Farbraumabdeckung. Toshiba gewährt leider nur eine einjährige Garantie - zu wenig für ein Gerät dieser Preisklasse. Während das Z20t-B mit zwei Eingabestiften ausgeliefert wurde, muss beim Z20t-C auf den großen Stift verzichtet werden. Es liegt nur noch der kleine Eingabestift bei, der im Tablet-Element versenkt wird.

Obwohl mittlerweile jeder Hersteller Detachables im Sortiment hat, ist das Portége Z20t-C in gewisser Weise konkurrenzlos. Die Kombination aus mattem Touchscreen, sehr langen Akkulaufzeiten, Stifteingabe, Tastaturdock samt Zusatzakku und LTE-Modem hat aktuell kein anderer Hersteller zu bieten. Akku für Asus A42-G74 .

Das Ganze hat auch einen entsprechend hohen Preis: Etwa 2.000 Euro müssen für unser Testgerät auf den Tisch gelegt werden. Wer Abstriche bei der Hardware in Kauf nimmt, bekommt das Einstiegsmodell bereits ab knapp 1.000 Euro.