Smartphones, Tablets und Laptops versetzen uns in die Lage, immer und überall zu arbeiten, mit wichtigen Menschen in Kontakt zu bleiben und Dienste wie Online-Banking, Routenplanung oder Terminverwaltung unterwegs zu verwenden. Je vielfältiger die Nutzung, desto ärgerlicher, wenn der Akkustand nur noch wenig Restlaufzeit anzeigt. Wann gibt es endlich bessere Akkus für unsere Lieblingsgeräte?

Wer sich von euch noch an die guten alten Handys erinnern kann, weiß, dass die inzwischen „Knochen“ oder „Kühlschrank“ genannten Geräte selbst das modernste Smartphone in puncto Akkulaufzeit locker in die Tasche steckten. Handys wie das Nokia 3310, das Siemens M35i oder Sony Ericssons T616 liefen problemlos eine Woche mit einer Akkuladung. Heutzutage gehören Ladekabel und mobiler Akku zur Grundausstattung digitaler Nomaden. Glücklicherweise sind solche Notfallbatterien inzwischen in der Größe einer Schachtel Spielkarten oder auch als praktische Hülle erhältlich.
Die Erklärung für die geringe Akkulaufzeit ist schnell gefunden. Zwar verfügen die Akkus aktueller Smartphones mit 3000 mAh und mehr inzwischen über ein Vielfaches der Akkukapazität der 2000er-Handys, zusätzliche Funktionen wie LTE, GPS, WLAN und vor allem riesige, helle und hochauflösende Touchscreens brauchen aber auch viel Strom und laden täglich zu mehreren Stunden Benutzung ein. Das gleiche Prinzip greift bei Laptops. Die aktuelle Generation des MacBook Pro mit Retina-Display im 13-Zoll-Format verfügt über einen Akku mit 71,8 Wattstunden für neun Stunden Surfvergnügen. Apples erstes iBook, das im Juli 1999 auf dem Markt kam, enthielt einen nur halb so großen Akku und kam immerhin auf sechs Stunden Akkulaufzeit. Die Ursache dafür, dass sich die Laufzeit nicht mindestens verdoppelt hat, liegt auch hier an den gestiegenen Leistungsanforderungen.

Zuerst die schlechte Nachricht: Eine wirkliche Verbesserung bei der Akkulaufzeit ist auf absehbare Zeit nicht zu erwarten. Die tägliche Ladung wird somit auch die nächsten Smartphone-Generationen plagen. Flexible Akkus, wie LG diese in seinem biegbaren LG G Flex 2 verbaut, ermöglichen zwar eine bessere Ausnutzung der vorhandenen Fläche, der Trend zu immer dünneren Geräten und mehr Funktionen verhindert jedoch, dass sich bessere Akku HP Pavilion dv9000 in längerer Akkulaufzeit niederschlagen. Dennoch gibt es Hoffnung.

Aktuell kommen in Smartphones, Tablets, Laptops und anderen technischen Geräten Lithiumionen-Akkus zum Einsatz. Vereinfacht ausgedrückt ist dabei das Lithium für die Speicherung der Elektronen verantwortlich und die Ionen für die Entladung. Würde man für diesen Prozess ebenfalls Lithium verwenden, wäre eine höhere Kapazität möglich. Die starke Wärmeentwicklung und die Eigenschaft, dass Lithium sich ausdehnt, sind allerdings nicht nur eine Gefahr, sondern sorgen auch für eine kurze Akku-Lebensdauer. Wissenschaftlern der Stanford Universität ist es jedoch gelungen, das Lithium mithilfe von Kohlenstoff-Waben zu stabilisieren. Das Resultat – der „heilige Gral des Batterie-Designs“ – bietet eine hohe Kapazität, lange Lebensdauer und entsprechende Sicherheit. Für eure Smartphones würde der neue Akku eine dreimal längere Akkulaufzeit bedeuten. Wann die Superakkus aber marktreif sind, ist noch nicht bekannt.

Einen anderen Ansatz verfolgt das israelische Startup StoreDot. Statt bisherige Akkus zu verbessern, haben die Tüftler einen Akku von Grund auf neu entwickelt. Der Clou: Der Akku lässt sich aufgrund einer erhöhten Elektronenbeweglichkeit – je nach Kapazität – in nur wenigen Minuten wieder vollständig aufladen. Für 900mAh, etwa einem Drittel der Kapazität des iPhone-6-Akkus, braucht die neue Technik genau eine Minute. Genau diese Kapazität ist derzeit noch der Flaschenhals des israelischen Akkus. Der aktuelle Prototyp, den StoreDot in einem Samsung Galaxy verbaut hat, fasst nur etwa ein drittel der Kapazität des Original-Akkus. Bis StoreDot-Akkus über 3.000mAh und mehr verfügen und damit aktuelle Akkus ersetzen können, ist noch einiges an Entwicklungsarbeit zu leisten. Zumindest finanziell ist StoreDot gut aufgestellt: Mit Samsung hat das Startup bereits einen finanzkräftigen Unterstützer gewonnen.
Für Geräte mit kleinen Akkus, wie Smartwatches und Fitnesstracker, hat der österreichische Kristallhersteller Swarowski eine Lösung parat. Aber wie kommt ein Kristallhersteller überhaupt zur Akkuforschung? Grund war eine mit Swarowski-Steinen besetzte LED-Uhr aus dem Jahr 2016, die ähnlich wie heutige smarte Uhren von einer nur kurzen Akkulaufzeit geplagt war. Die Lösung lag auf der Hand: Kristalle. Durch ihre lichtleitenden Eigenschaften sind diese in der Lage, Licht zu bündeln und mithilfe von winzigen Solarpanelen Strom zu erzeugen. In dem erst Anfang Januar 2015 auf der CES vorgestellten Fitness-Tracker „Swarowski Shine“, wurde diese Technik bereits verbaut.
Während das mit einem hellen Kristall bestückte Modell einfach nur schick ist, ist die violette Version mithilfe der patentierten „energy crystal“-Technologie in der Lage, sich selbst wieder aufzuladen. Anders als der Vorgänger oder das Gegenstück mit dem hellen Stein, bei dem nach einem halben Jahr der Batteriewechsel fällig ist, kommt die violette Variante komplette ohne Batteriewechsel oder Aufladen aus. Schaffen es die Österreicher, die Kristallladetechnik noch weiter zu verbessern, könnten auch Smartwatches dank kleiner Swarowski-Steinchen in den nächsten Jahren über eine deutlich bessere Akkulaufzeit verfügen.

Bis wir den Akku HP Pavilion dv6500 nur noch alle drei Tage für fünf Minuten aufladen müssen, ist also noch etwas Geduld notwendig. Mobile Akkus helfen zumindest in Notsituationen, das Smartphone noch einige Stunden am Leben zu halten. Dass auch hier die Entwicklung nicht stillsteht, zeigt beispielsweise das Kickstarter-Projekt kraftwerk des Dresdener Startups eZelleron. Der Zusatzakku ist laut seinen Entwicklern in der Lage, ein iPhone bis zu elf Mal komplett aufzuladen. Der Clou: Statt über USB bekommt kraftwerk seine Energie aus Camping- oder Feuerzeuggas – eine Füllung soll nur drei Sekunden dauern. Im Inneren sorgt eine Brennstoffzelle für die Umwandlung in Strom und Wasserdampf. Der Prozess, der auf den ersten Blick ein wenig heikel und nur wenig Hosentaschen-tauglich klingt, ist so sicher, dass die US-amerikanische Flugsicherung FAA die Mitnahme im Handgepäck erlaubt. Klappt die Crowdfunding-Kampagne, kommt das Taschen-Kraftwerk Ende des Jahres für zirka 150 Euro in den Handel.

Wer nicht ganz so viel ausgeben möchte und auch spontan in der Lage sein will, das Smartphone zu laden, kann auf das Konzept des Designers Tsung Chih-Hsien hoffen. Zu Zeiten analoger Kameras konnten wir in jedem Kiosk neue Filmrollen kaufen, die digitalen Nachfolger ließen und lassen sich noch heute teilweise mit handelsüblichen AA-Batterien bestücken. Genau so einfach könnte auch bald unser Smartphone zu neuem Strom kommen. Die mit dem Red Dot Design Award ausgezeichneten Papier-Batterien können in Zukunft im Zehnerpack im Supermarkt hängen und im Notfall weitere Stunden Smartphone-Benutzung liefern. Da nicht nur die Hülle sondern auch das Innenleben aus Papier besteht, wäre der Akku komplett biologisch abbaubar. Bisher ist die Notfallbatterie aber nur ein Konzept. Bleibt zu hoffen, dass sich ein Unternehmen findet, das die Theorie in die Praxis umsetzt.

Wer nicht auf die Zukunft warten will, dem nennen wir hier fünf handfeste Tipps, wie der Akku des Mobilgeräts länger durchhält:
Ob dynamischer oder Videohintergrund, Bewegungseffekte oder Übergänge: Optische Spielereien sehen zwar schön aus, verbrauchen aber auch ordentlich Rechenleistung und damit zusätzlich Strom. Je weniger Effekte euer Smartphone oder Tablet hat, desto länger hält der Akku.

Die stromhungrigste Komponente ist zweifellos das Display. Hell ist zwar schön, aber nicht sonderlich energieeffizient. Um den Akku zu schonen, lohnt sich nicht nur eine niedrige Bildschirmhelligkeit, sondern auch eine schnelle automatische Deaktivierung.

Mit einem neuen Betriebssystem oder Update halten zuallererst neue Funktionen Einzug. Erst nach und nach kommen mit Nachkomma-Updates Fehlerkorrekturen, Leistungssteigerungen und Stabilitätsverbesserungen auf euer Gerät. Die Updates klingen zwar oft langweilig, verhelfen im Idealfall aber auch zu längerer Akku-Ausdauer.

Extreme Temperaturen bekommen elektronischen Geräten gar nicht. Gerade im Winter könnt ihr die Akkulaufzeit verbessern, indem ihr euer Smartphone dicht am Körper tragt und eure Tablets und Rechner in eine ordentliche Hülle packt. Wollt ihr den Akku HP Pavilion dv6 auf lange Zeit schonen, solltet ihr den Akkuladestand immer zwischen 30 Prozent und 70 Prozent halten oder zumindest die Extremen „komplett leer“ und „vollgeladen“ vermeiden.